Wie unser Modell rechnet: vom Spieler zur Chance
Die meisten raten das Resultat. Wir rechnen. Was dabei genau passiert, zeigen wir an einem echten Spiel: Belgrano – River Plate, Liga Profesional, 19. Oktober 2026. Das Spiel ist nicht ausgesucht: Es war die jüngste ausgewertete Chance aus einer finalen Analyse, als unsere Seite «So funktioniert's» entstand.
Diese Seite ist neu, wie das Menü Info, in dem sie steht. Dort findest du ab heute auch die Hilfe, den Support-Chat und unsere Telegram-Community.
- Spieler 11 + 11 bestätigte Startelf, jeder Spieler mit seinen Werten
- xG 1.05 : 1.33 erwartete Tore je Team
- Wahrscheinlichkeit 42.4 % für «Über 2.5»
- Marktpreis 2.57 = 38.9 % Quote für «Über 2.5», noch mit Marge
- Chance +9 % Vorteil: 0.424 × 2.57 − 1
Kein Vorteilkeine Chance. So endet es oft.
KI schreibt nur den Text, sie rechnet keine Zahl
Von den elf Spielern bis zur Chance, am Beispiel Belgrano – River Plate.
Die Frage hinter jeder Analyse
Am Anfang steht eine einzige Frage: Wie viele Tore erzielt jedes Team in diesem Spiel? Die Antwort sind die erwarteten Tore, kurz xG. Aus ihnen folgen alle anderen Zahlen.
xG ist keine Prognose eines Resultats, sondern ein Durchschnitt: so viele Tore würde ein Team im Mittel erzielen, wenn man dieses Spiel sehr oft spielen könnte. Für unser Beispiel lautete die Antwort: Belgrano 1.05, River Plate 1.33.
Grundlage: die Stärke beider Teams
Die Basis jeder Rechnung sind die Teamstärke, der Heimvorteil und das Torniveau der Liga. Daten, keine Meinungen: kein Bauchgefühl, keine Schlagzeile.
Die elf, die wirklich spielen
Die finale Analyse entsteht, sobald die Aufstellungen offiziell sind, im Mittel rund 40 Minuten vor Anpfiff. Seit dem 13. Oktober 2026 rechnet sie in Liga und Europapokal mit den elf Spielern, die wirklich auflaufen. Was dabei einfliesst:
- Die Werte jedes Spielers der Startelf aus bis zu zwei Jahren Klubfussball, neuere Spiele zählen mehr.
- Rolle und Gegner: Ein Stürmer wird an Stürmern gemessen, und es zählt, gegen wen seine Werte entstanden sind.
- Form der letzten Einsätze und Belastung: Ruhetage, Spielminuten, Rückkehrer.
- Der gegnerische Torhüter.
Fällt ein Stammspieler aus, siehst du das darum in den Zahlen und nicht nur im Text. Pokal- und Länderspiele und unvollständige Aufstellungen rechnet die finale Analyse weiterhin mit Teamwerten. Unser Beispielspiel ist eine finale Analyse mit Spielerwerten.
Von zwei Zahlen zu jedem Resultat
Aus den beiden xG-Werten rechnet das Modell eine Wahrscheinlichkeit für jedes mögliche Resultat: 0:0, 1:0, 2:1 und so weiter. Grundlage ist die Poisson-Verteilung, ein Standard für seltene Ereignisse wie Tore, mit einer Korrektur für knappe Resultate wie 0:0, 1:0, 0:1 und 1:1, die die reine Rechnung falsch gewichten würde.
Aus dieser Tabelle folgen alle Märkte: Sieg, Remis, Doppelte Chance, Über/Unter und «beide treffen». Im Beispiel: Belgrano 27.9 %, Remis 30.9 %, River Plate 41.3 %; Über 2.5 Tore 42.4 %. Auch das xG-Resultat kommt von hier: Es ist das xG gerundet: abgerundet, erst ab ,9 aufgerundet. Aus 1.05 zu 1.33 wird 1:1.
Der faire Preis
Eine Quote ist ein Preis. In ihr steckt die Marge des Anbieters. Wir nehmen die Quoten von Pinnacle, einem der schärfsten Märkte (fehlen sie, die von Bet365), und rechnen die Marge heraus. Das ist der faire Marktpreis.
Im Beispiel: Die Quote 2.57 für Über 2.5 Tore entspricht 38.9 % (noch mit Marge). Unsere Wahrscheinlichkeit liegt bei 42.4 %.
Wann daraus eine Chance wird
Die Formel ist kurz: Vorteil = unsere Wahrscheinlichkeit × Quote − 1. Im Beispiel: 0.424 × 2.57 − 1 = +9 %.
Ein kleiner Unterschied reicht aber nicht. Gemessen am fairen Preis ohne Marge muss der Vorteil gross genug sein, je höher die Quote, desto grösser. Dazu kommen strenge Filter: keine sehr tiefen Quoten, keine Extremwerte. Pro Spiel höchstens eine Chance.
Darum haben viele Spiele keine Chance. Oft liegen Modell und Markt zu nah beieinander, oder ein Filter greift. «Kein Vorteil» ist auch eine Antwort, und eine ehrliche.
Eine Chance ist eine Frage des Preises, nicht des genauen Resultats. Sie kann aufgehen, obwohl das xG-Resultat nicht trifft, und sie kann verlieren, obwohl der Preis gut war.
Die Chance auf der Spielseite: unsere Wahrscheinlichkeit, der Vorteil und die Quoten der Anbieter.
- xG Final-Analyse
- 1.05 : 1.33 → 1:1
- xG nach dem Spiel
- 1.14 : 1.68
- 45+3' Tomás Galván
- 49' Ángel Correa
- 72' Thiago Almada
Was die KI macht und was nicht
Alle Zahlen kommen aus unserem statistischen Modell. Eine KI fasst die wichtigsten Schlüssel- und Risikofaktoren in deiner Sprache zusammen. Sie rechnet keine einzige Zahl. Wenn du xG, Wahrscheinlichkeit oder Vorteil siehst, stammt das aus der Rechnung, nicht aus einem Sprachmodell.
Wo das Modell an Grenzen stösst
- Pokal- und Länderspiele und unvollständige Aufstellungen rechnet es mit Teamwerten, nicht mit dem Spielermodell.
- Die finale Analyse ist der letzte Stand vor Anpfiff. Was danach passiert (ein früher Platzverweis, ein Wetterumschwung), kennt das Modell nicht.
- Ein Spiel, ein Wochenende, eine Woche sind kleine Stichproben. Aussagekraft hat erst die lange Reihe.
Die Performance-Auswertung
Jede Chance aus einer finalen Analyse in einem gezählten Wettbewerb zählt mit genau einer Einheit zur Quote bei der Analyse. Previews zählen nie. Nach Anpfiff wird nichts mehr verändert: Verluste bleiben stehen, nichts wird gelöscht.
Bis 13. Oktober 2026 mit dem bisherigen Teammodell, seither in Liga und Europapokal mit dem Spielermodell, alles in derselben Performance-Auswertung. Vergangene Ergebnisse sind keine Garantie für die Zukunft.
Kurz gesagt
Aus der Startelf werden erwartete Tore, aus den erwarteten Toren Wahrscheinlichkeiten für jedes Resultat, aus den Quoten ein fairer Preis, und nur wenn unsere Wahrscheinlichkeit klar über diesem Preis liegt, eine Chance. Den ganzen Rechenweg findest du in der Hilfe unter Das Modell: xG aus der Startelf, die Regeln unter Was eine Chance ist, alle Chancen nach Monaten, Märkten und Ligen in der Performance-Auswertung.