Alle Updates
Allgemein

Zwei Teile, ein Ziel: Rechnen und Auswählen

Eine Chance auf DumbleScore entsteht in zwei Schritten. Zuerst rechnet das Modell für ein Spiel aus, wie wahrscheinlich welcher Ausgang ist. Dann prüft ein zweiter Teil, ob sich der Preis dafür lohnt, und wählt höchstens eine Chance pro Spiel. Der erste Teil beantwortet die Frage «Wie wahrscheinlich ist was?», der zweite «Ist die Quote besser, als sie nach unserer Rechnung sein müsste?». Wir halten die beiden Teile bewusst getrennt: So lässt sich jeder für sich prüfen und verbessern. Und wir ändern nie beide gleichzeitig. Als am 13. Oktober 2026 das Spielermodell die finale Analyse übernahm, blieb die Auswahl genau gleich.

Teil 1: Rechnen

Der erste Teil berechnet die erwarteten Tore (xG) für beide Teams. In Liga und Europapokal stammen sie in der finalen Analyse seit dem 13. Oktober 2026 aus den Werten der elf Spieler, die wirklich auflaufen. Previews rechnen seit dem 15. Oktober mit demselben Spielermodell, auf unserer Prognose der Startelf. Pokal- und Länderspiele sowie unvollständige Aufstellungen rechnet das Modell mit Teamwerten. Aus den erwarteten Toren entstehen alle Wahrscheinlichkeiten: Sieg, Remis, Doppelte Chance, Über/Unter, «beide treffen» und die wahrscheinlichsten Resultate. Die KI rechnet dabei keine einzige Zahl; sie fasst nur die wichtigsten Faktoren in deiner Sprache zusammen.

Ob die Rechnung gut ist, zeigt sich nicht an einem einzelnen Spiel. Wir messen über viele Spiele, wie nahe die Wahrscheinlichkeiten an den echten Toren nach 90 Minuten und am Ausgang (Sieg, Remis, Niederlage) liegen. Ein einzelnes überraschendes Resultat sagt darüber nichts aus.

Teil 2: Auswählen

Der zweite Teil vergleicht unsere Wahrscheinlichkeiten mit dem Markt. Als fairen Marktpreis nehmen wir die Quoten von Pinnacle, einem der schärfsten Märkte (fehlen sie, die von Bet365), und rechnen die Marge heraus. Gemessen an diesem fairen Preis muss unser Vorteil gross genug sein, je höher die Quote, desto grösser. Dazu kommen strenge Filter: keine sehr tiefen Quoten, keine Extremwerte, und pro Spiel höchstens eine Chance. Bei vielen Spielen lautet die Antwort deshalb «Kein Vorteil».

Die drei Schritte der Auswahl
  1. Fairer Marktpreis Quoten von Pinnacle (sonst Bet365), Marge herausgerechnet
  2. Klarer Vorsprung Vorteil gegen den fairen Preis, je höher die Quote, desto grösser
  3. Strenge Filter keine sehr tiefen Quoten, keine Extremwerte, höchstens eine Chance pro Spiel

Kein Vorteilkeine Chance, und das ist eine ehrliche Antwort.

Auch die Auswahl hat ihr eigenes Mass. Eine gute Auswahl erkennt man daran, dass die Quote zur Zeit der Analyse besser ist als die faire Quote kurz vor Anpfiff. Der Markt bewegt sich dann in unsere Richtung. Das zeigt sich schneller und verlässlicher als der Gewinn oder Verlust einer einzelnen Woche.

Neues rechnet im Vergleich mit

Wie prüfen wir eine Änderung? Nicht an der Performance-Auswertung, die du siehst. Bei jeder finalen Analyse rechnen im Hintergrund mehrere Varianten mit, Rechenvarianten wie Auswahlvarianten: auf denselben Spielen, im selben Moment, mit denselben Quoten. Ihre Ergebnisse werden gespeichert und später an den Resultaten gemessen. Sichtbar sind sie nicht, und in die Performance-Auswertung fliessen sie nicht ein. Wir nennen das Schattenbetrieb.

Beim Spielermodell wollen wir ehrlich sein: Es lief vor dem Wechsel nur kurz im Schatten. Grundlage für den Entscheid war eine Rückrechnung auf vergangenen Ligaspielen, bei der jeder Monat nur mit Daten geschätzt wurde, die vor diesem Monat vorlagen. Ein Beweis ist das nicht. Deshalb läuft die bisherige Teamrechnung seit dem 13. Oktober bei jeder finalen Analyse als Vergleich mit. Schneidet das Spielermodell auf neuen Spielen schlechter ab, gehen wir zurück.

Live und Schatten
Live
  1. Spiel, Aufstellung, Quoten
  2. Rechnen
  3. Auswählen
  4. höchstens eine Chance

sichtbar, zählt in der Performance-Auswertung

Schatten
  1. gleiche Spiele, gleiche Quoten
  2. andere Rechnungen
  3. gespeichert und gemessen

unsichtbar, zählt nicht

Live und Schatten rechnen auf denselben Spielen. Nur die obere Spur siehst du, und nur sie zählt in der Performance-Auswertung.

Regeln vorher, Ergebnisse nachher

Für die Auswahl gilt die Reihenfolge streng: zuerst Schatten, dann Wechsel. Zurzeit wird eine neue Auswahl im Schatten geprüft. Ihre Prüfregeln haben wir am 13. Oktober 2026 festgehalten, vor dem Start und bevor wir ein einziges Ergebnis gesehen haben: was gemessen wird, wie lange, und ab wann umgestellt oder abgebrochen wird. Ausgewertet wird genau einmal, frühestens nach vier Wochen und 200 Chancen, spätestens am 1. Februar 2027. Umgestellt wird nur, wenn alle Bedingungen erfüllt sind. Dazwischen gibt es eine einzige Zwischenprüfung nach 100 Chancen, und die fragt nur, ob die neue Auswahl Schaden anrichtet. Die Prüfregeln werden unterwegs nicht angepasst. Ein unklares Ergebnis bleibt unklar: Wir prüfen nicht weiter, bis es passt, sondern legen für einen neuen Versuch neue Regeln und ein neues Zeitfenster fest.

Was das für dich heisst

  • Was du siehst, ist immer die live geschaltete Version. Versuche bleiben unsichtbar.
  • Wechsel kommen mit Datum. Für die Performance-Auswertung heisst das: Bis 13. Oktober 2026 mit dem bisherigen Teammodell, seither in Liga und Europapokal mit dem Spielermodell, alles in derselben Performance-Auswertung.
  • Nichts wird rückwirkend neu gerechnet. Jede Chance bleibt mit dem Modell stehen, mit dem sie entstand: Alle gezählten Chancen aus finalen Analysen vor dem Wechsel stammen aus der bisherigen Teamrechnung. Nach Anpfiff wird nichts mehr verändert.

Alle Chancen mit ihrem Ausgang findest du in der Performance-Auswertung. Vergangene Ergebnisse sind keine Garantie für die Zukunft.

Zwei Teile, ein Ziel: Rechnen und Auswählen